Leseratte

Ein kleiner Blog über die große Welt der Bücher

Archiv für Dezember, 2008

Update

inmemoryof_smallDen ganz Aufmerksamen ist es vielleicht schon aufgefallen, ich habe heute einmal ein paar neue Seiten in meinen Blog eingefügt. Neben der gesamt Version von der Fabrik finden sich dort nun Rubriken zu meinen Rollenspielcharakteren. Immer schön gekennzeichnet durch das RPG vor dem Namen. Also wer etwas mehr von meinem wirren Geschreibsel sehen will, kann sich dort ja mal ein bischen durchklicken.

Übrigens nicht wundern das es in letzter Zeit keine neuen Buchberichte mehr gab. Aber ich habe mit „The Wheel of Time“ von Robert Jordan angefangen und nachdem diese Reihe doch eine ganze Menge Bücher umfasst, gibt es hier erst einen Bericht wenn ich ganz damit durch bin :) Also noch etwas Geduld ich bin eh schon bei Band 9

Die Fabrik – Teil 3

clock

Doch hört man genau hin, erklingt ein ganz leises Lachen, das klare unbeschwerte Lachen eines Kindes. Nur kurz und gedämpft kann man es in ein paar vereinzelten Gassen vernehmen.

Erschrocken blickt eine alte Frau von ihrer dampfenden Tasse Tee auf, als sie das Lachen hört. Gerade noch kann sie es verhindern, dass ihr die Tasse aus der Hand fällt. Hatte sie wirklich richtig gehört? War das ein Lachen? Seit Jahrzehnten gab es kein Lachen mehr in der Stadt! Nicht mehr, seit es die „Fabrik“ gab, und das war auch gut so! Jawohl! Denn als es noch das Lachen gab, gab es auch Tränen, es gab Schmerz, Verlust, Trauer, Wut und Hass. Von all dem wurden sie geheilt. Hat hier wohl jemand gewagt sich den Regeln zu widersetzen? Nochmals horcht die alte Frau angestrengt in die Nacht hinaus, doch nichts ist zu hören, nur Stille. Erleichtert atmet sie auf. Dann schüttelt sie den Kopf, als würde sie ihre eigene Schreckhaftigkeit verneinen. Lachen! Wie absurd. Keiner würde die Regeln brechen. Keiner würde es wagen, schließlich würden denjenigen die schrecklichen Strafen Theodenum Ladrokus, den Begründer und Erbauer der „Fabrik“, erwarten.

Nach diesem kurzen Ausflug der Gedanken widmet sich die alte Frau wieder ihrer Tasse mit dem nun nicht mehr so heißen Tee und starrt monoton die Wand in ihrem kleinen Zimmer an. Kein Bild schmückt den Raum, nichts macht ihn wohnlicher. Nur ein Schrank, ein Tisch ein Bett und ein unbequem aussehender Holzsessel auf dem sie gerade saß- Nicht persönliches umgab die alte Frau.

Fortsetzung folgt…