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Während dessen wurde es unruhig in der Fabrik. Die Arbeiter merkten, dass das Tor offen stand, und doch hatte die Uhr noch keine fünfmal geschlagen. So etwas hatte es noch nie gegeben. Verwundert sahen sie sich gegenseitig an, doch keiner traute sich die Arbeit zu unterbrechen, sondern sie arbeiteten leise murmelnd weiter.
Hermine stand immer noch in dem Raum mit den vielen Lichtern und Knöpfen. Denn niemand war gekommen um sie zu holen oder zu bestrafen. Es war wieder einmal nichts passiert. Als sie sich aus ihrer Erstarrung befreit hatte, schlich sie weiter durch das Haus. Doch es war leer. Alle Möbel und der ganze Boden waren bedeckt mit einer dicken Schicht Staub.
Nur Hermines vorsichtige Fußabdrücke zeichneten sich darin ab. Auf einem Stuhl lagen Kleider, von ganz eigenartiger Art, so ganz anders als alles was Hermine je zuvor gesehen hatte. In einem Raum stand ein Schreibtisch mit allerlei Papieren und an den Wänden standen Regale voll mit Büchern. Staunend ging Hermine durch dieses Zimmer, hatte sie doch noch nie zuvor Bücher gesehen. Ja gehört hatte sie von diesen Dingen voll mit Wörtern und ihre Mutter hatte auch immer voll erfurcht von ihnen gesprochen. Auf dem Schreibtisch lagen allerlei Papiere wüst durcheinander und hätte Hermine lesen können, so hätte sie auf einem dieser Blätter folgendes lesen können:
„Wie wir Arbeit für alle schaffen und jegliches Klassentum abschaffen“
Theodenum Landrowsky
Anno 2015
Hätte Hermine lesen können, dann hätte es ihr wohl gedämmert was los war. Denn man schrieb das Jahr 2197. Doch Hermine konnte nicht lesen, so betrachtete sie die Blätter nicht weiter, schließlich gab es hier noch viel zu entdecken, und die Mutter hatte sie auch noch nicht gefunden. Überall gab es beeindruckende Bilder an den Wänden. Von Männern und Frauen mit lächelnden Gesichtern in diesen eigenartigen Kleidern die sie zuvor gesehen hatte. Und diese Kleider waren bunt und die Frauen trugen ihre Haare lang und offen, und alle Menschen auf den Bildern sahen so sauber und gepflegt aus. Lange schlenderte Hermine do durch das Haus, ganz vergas sie die Welt um sich.
Forsetzung folgt…